Robert Riebisch

„Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.“

Mein „IT-Fieber“

Angefangen hat mein „IT-Fieber“ im Informatikunterricht der Schule vor einem IBM-kompatiblen PC mit MS-DOS 3.30 und GW-BASIC sowie später MS-DOS 5.0 und Turbo Pascal in den Versionen 3.0 bis 7.0. Es machte mir einfach Spaß, dass der Computer (i. d. R.) genau das machte, was ich ihm sagte, dass er tun soll. Der erste private Computer war jedoch ein dazu ganz und gar nicht kompatibler ATARI 800XE mit Datasette, den ich allerdings vorrangig zum Spielen verwendete.

Irgendwann wurde mir das zu langweilig und Windows 3.1 war inzwischen in Mode, weshalb ein ESCOM-PC mit AMD 386DX-40, 4 MB RAM, 120 MB Festplatte und 14"-Farbmonitor bei uns daheim einzog. Damit war ich dann auch gleich der „Computerbeauftragte“ der Familie und installierte nach missglückten „Optimierungsversuchen“ öfter mal alles neu. Um diesbezüglichen Vorwürfen der anderen Familienmitglieder aus dem Wege zu gehen, folgte mein eigener gebrauchter 286er mit einem oder zwei MB RAM, 52 MB Festplatte und Monochrom-Bildschirm.

Es kam am Ende, wie es kommen musste: Aus dem ursprünglichen Berufswunsch „Kfz.-Mechaniker“ wurde „was mit Computern“. Ein Studium stellte ich mir aber zu trocken vor. Da blieb dann nur die Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann. Das OSI-Schichtenmodell, Programmieren in COBOL, Rechnungswesen, LAN-Verkabelung (teilweise noch BNC) und PCs „selber schrauben“ fallen mir dazu spontan ein.

Im Laufe der Jahre fokussierte ich mich immer mehr auf den IT-Support, weil ich es nicht nur mit Hard- und Software, sondern auch mit Menschen zu tun haben wollte. Ab 2015 war ich als IT-Leiter tätig, beendete diesen Abschnitt aber nach fünf Jahren wieder, weil mir mit zuletzt >10 Mitarbeitern u. a. der regelmäßig Umgang mit der Technik fehlte. Seit 2021 arbeite ich daher wieder im IT-Support und weiß zum Feierabend auch genau, was ich den Tag über geleistet habe.

Privat hat das „IT-Fieber“ nachgelassen, schließlich will ich nicht 16 Stunden am Tag „vor der Kiste“ sitzen und muss auch nicht mehr jedem Technik-Trend hinterherhecheln. Denn bestimmt gibt es schon nächste Woche wieder einen neuen. Weniger ist daher manchmal mehr. Und so bastle ich in meiner Freizeit ein wenig an schlanken Webseiten wie dieser herum, programmiere hin und wieder ein bisschen was für (MS-)DOS mit Turbo Pascal oder in Assembler, hole manchmal, wenn mir danach ist, eines der alten Schätzchen wie z. B. den Atari Portfolio oder den Highscreen Handy Organizer aus der Schublade oder bringe meinem kleinen Linux-Server neue Dinge bei.

Persönlich

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