Robert Riebisch

(M)ein privates Blog.

Pure Blog statt Publii

Ich starre müde auf den Bildschirm meines Rechners und warte auf Inspiration, mit welchen Inhalten ich diesen Beitrag füllen soll, für den ich gestern Abend als Gedankenstütze bloß den Titel notiert hatte. Worum soll es überhaupt gehen? Na, um die Antwort auf die Frage, weshalb ich Publii gegen Pure Blog eingetauscht habe.

Das Hauptargument gegen Publii war das Konzept des statischen CMS: Alle zu veröffentlichenden Inhalte müssen zuerst lokal am Rechner in Publii erfasst werden. Auf Knopfdruck erzeugt Publii dann daraus die eigentliche Website und lädt diese (bzw. nur die Änderungen) auf den Webserver hoch.

Als ich mich damals im Dezember 2024 für Publii entschied, war mir diese Tatsache natürlich bekannt, aber ich betrachtete es eher als Vorteil: Ganz in Ruhe am heimischen Rechner schreiben und veröffentlichen. Schließlich ist der Bildschirm groß und eine physische Tastatur und Maus sind bequemer zu nutzen, als die virtuelle Tastatur und der Touchscreen eines Smartphones. In der Praxis fehlte mir dann aber eben doch häufig genug die Möglichkeit, unterwegs für das Schreiben die Energie des ersten Impulses zu nutzen oder einen Fehler auszubessern.

Das Problem war nicht Publii, sondern meine unrealistische Erwartungshaltung. Und dann lief mir einfach so Pure Blog über den Weg. Unerhört! 😜

Im Gegensatz zu Publii wird Pure Blog direkt auf einem Webserver installiert, weshalb ich es überall nutzen kann, wo mir ein Webbrowser zur Verfügung steht. Das ist natürlich nicht neu, schließlich habe ich z. B. auch schon HTMLy und FlatPress eingesetzt, aber Pure Blog vereint doch eine ganze Menge positiver Aspekte in sich.

  1. Kostenlos und quelloffen. (Auch bei geschäftlicher Nutzung.)
  2. Keine Altlasten im Quellcode, da Entwicklung erst Anfang 2026 begann.
  3. Schlank im Funktionsumfang und von der Größe her. (pureblog-2.5.0.zip = 319 KB)
  4. Kommt ohne Datenbank aus. Somit ideal für günstiges Shared Hosting und immer ein Garant für problemlose Datensicherungen und Serverumzüge.
  5. Simpelste Installation in weniger als einer Minute.
  6. Sinnvolle Voreinstellungen, um direkt mit dem Schreiben loslegen zu können.
  7. Oberfläche in verschiedenen Sprachen verfügbar: Von Deutsch und Englisch über Französisch und Italienisch bis Traditionelles Chinesisch.
  8. Auch ohne Vorkenntnisse anpassbar, z. B. Farben und Navigationsmenü.
  9. Mit Kenntnissen in Webtechnologien (PHP, CSS, HTML) komplett individualisierbar, u. a. Fediverse-Anbindung und Unterstützung für Webmentions.
  10. Integrierter RSS-Feed, damit Leser eurer Website folgen können.
  11. Integrierte Update-Funktion inkl. vorheriger Datensicherung.
  12. Für Besucherkommentare Einbindung von Pure Comments möglich. (Dieses verwendet allerdings eine kleine SQLite-Datenbank zum Speichern der Kommentare.)

Ich glaube, ich habe jetzt genug die „Werbetrommel“ gerührt. 🤭

CMS, Pure Blog, Publii, HTMLy, FlatPress, Pure Comments

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